Filmkritik_Alpen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 16. März 2011 um 08:42 Uhr

Filmkritik "Alpen-Tortour"

 

Mit diesem unorthodox aufgenommenen und bearbeiteten Film liegt ein besonderes Werk des jungen Autodidakten Lars Rekemeyer, der sich mit sicherem Gefühl wirkungsvoll über die eingebürgerten Konventionen des Filmemachens  durchsetzte, vor. Das Thema Verwirklichung eines Traumes als Einzelgänger gegen die rauhe Natur ist ebenso faszinierend wie auch deren Umsetzung mit filmischen Mitteln. Eigenwillige Kameraführung, Einfangen von erfrischenden Szenen in den kargen aber grandiosen Winteralpen bis einschließlich ungeachtet der Strapazen „an Ort und Stelle“ gesprochenen humorvollen Kommentaren, ist der Film als ein gelungenes Ganzes und als eine kurzweilige Dokumentation  anzusehen. Besondere Beachtung verdient die Wahl der unterlegten Musik, die von der ersten Szene an das Vorhaben mit steigender Spannung begleitet. Ein außergewöhnlicher Film, der das  Anschauen auch erfahrenen Filmern unbedingt empfiehlt. Die Nachahmung der beschwerlichen und zum Teil gefährlichen Fahrradtour in den Alpen ist dagegen nur bedingt empfehlenswert.  

                                                                                                                 D.W.(LAFC)

 

 

Mit seiner im Film festgehaltenen Alpentortour, begleitet der Zuschauer Lars Rekemeyer  auf seinem Fahrrad quer durch die Alpen. Er leidet bei all den Strapazen förmlich mit, wird nass und friert erbärmlich. Das alles hat der Autor und Extremsportler auf eine erfrischende und unorthodoxe Weise mit der Kamera  festgehalten und sehr humorvoll kommentiert. Dabei setzt er oft unübliche Schnittweisen und Effekte ein, die sich aber ausgezeichnet als Stilelement zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Einige Szenen entlocken dem Auditorium ein herzhaftes Lachen. Bedenkt man, unter welch schwierigen Bedingungen Lars Rekemeyer die Aufnahmen zu Stande gebracht hat und wie viele Extrakilometer er dafür zurücklegen musste, kann man nur bewundernd den Hut ziehen. Das haben die Mitglieder des LAFC, des Lippischen Film- und Videoclubs voller Anerkennung getan.

                                                                                                                 E.W.(LAFC)